Der Fachkräftemangel

Beiträge zu unserem Hauptthema
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 196

Der Fachkräftemangel

Beitragvon etcpp » 10. Nov 2015 09:44

So sieht er aus:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
Benutzeravatar
etcpp
Forum Admin
 
Beiträge: 53
Registriert: 06.2015
Geschlecht:

Re: Der Fachkräftemangel

Beitragvon etcpp » 15. Nov 2015 23:58

Der Wikipedia - Artikel zu dem Thema:

Fachkräftemangel

(...)

Missbräuchliche Nutzung des Begriffs

Der Begriff Fachkräftemangel wird auch interessengeleitet verwendet.[7] Es wird dann missbräuchlich von Fachkräftemangel gesprochen, obwohl eigentlich kein solcher existiert.

Für den Oldenburger Organisationsforscher Marcel Schütz dient die Diskussion um Fachkräftemängel vor allem der betrieblichen Personalpolitik. Unternehmen haben demnach ein Interesse daran, über die (oft pauschale) Kommunikation hoher Personalbedarfe ihren eigenen Status in der Öffentlichkeit zu unterstreichen. Ein hoher Bedarf an Personal steht auch für betriebliche und Branchen-Vitalität. Nach Schütz bleibt in der öffentlichen Debatte regelmäßig außer Acht, wie sehr die Personalbedarfsermittlung vielfach nur auf allgemeinen Schätzungen beruhe. Bedarfe müssten aber auch im Verhältnis zu bestehenden, zuweilen künstlich "hochgefahrenen" Anforderungen gesehen werden. Die Debatte um den Fachkräftemangel ist nach Schütz regelmäßig tendenziös, da Mangelphänomene stets als Anpassungsdefizite bei den Beschäftigten, kaum jedoch auf Seiten der Betriebe und deren Personalpolitik selbst betrachtet würden. Die allgemeine Öffentlichkeit habe schließlich keine Möglichkeit, nachzuvollziehen, ob Mangel-Behauptungen auf tatsächlicher Knappheit am Markt oder auf stetig höheren Zugangshürden zu qualifizierten Tätigkeiten beruhten. Auswahlverfahren würden auch ohne sachlichen Grund zunehmend exklusiver gestaltet, wodurch es automatisch zu Eindrücken des Mangels kommen könne. Diese Einseitigkeit in Analysen stelle den eigentlichen Mangel der langlebigen Mangel-Debatten dar.[8]

Motiv

Qualifizierte Fachkräfte sind für Unternehmen ein wertvoller Produktionsfaktor. Manche Arbeitgeber entlohnen Fachkräfte unangemessen niedrig, wenn ein Überangebot an ihnen existiert. Daher erscheint es für Arbeitgeber oft ökonomisch sinnvoll, einen aktuellen oder zukünftigen Fachkräftemangel zu behaupten, auch wenn es keinen solchen gibt, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu erreichen oder um politische Entscheidungen in ihrem Interesse zu lenken (z.B. die Forderung nach Erhöhung der Arbeitszeit[9], Absenkung von Verdienstschwellen ausländischer Fachkräfte[10] oder Erhöhung des Rentenalters[11]).

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Fachkr%C3%A4ftemangel
Benutzeravatar
etcpp
Forum Admin
 
Beiträge: 53
Registriert: 06.2015
Geschlecht:

Re: Der Fachkräftemangel

Beitragvon Schlossallee » 20. Nov 2015 10:38

Christoph Butterwegge:

Neoliberale missbrauchen die gegenwärtige Zuwanderung"

....

Wie die Forderungen nach Aussetzung des seit Jahresbeginn geltenden Mindestlohns und nach völliger Aufhebung des Verbots der Leiharbeit für Asylbewerber sowie Geduldete - kürzlich bereits für Fachkräfte nach drei Monaten außer Kraft gesetzt - deutlich zeigen, missbrauchen Neoliberale und Wirtschaftslobbyisten die gegenwärtige Zuwanderung, um in der Bevölkerung mehr Akzeptanz für eine Rückkehr zum unbeschränkten Lohndumping zu schaffen. Leistungskürzungen für Geflüchtete können als Experimentierfeld für eine generelle Absenkung des Lebensstandards der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland dienen.

"Die bestehende Verteilungsschieflage müsste skandalisiert werden"

Sie können sich also vorstellen, dass die Flüchtlingskrise dazu benutzt wird, den Sozialstaat vollends zu demontieren?

Christoph Butterwegge: Ich sehe diese Gefahr zumindest dann, wenn es den Neoliberalen und Nationalkonservativen gelingt, die Armen nach dem Motto "Wir müssen jetzt für die Flüchtlinge sorgen, und ihr müsst dafür bluten!" gegen die noch Ärmeren auszuspielen. Wird in Medien und politischer Öffentlichkeit auch durch die penetrante und monothematische Behandlung der "Flüchtlingskrise" fortwährend Sozialneid nach unten geschürt, nehmen die rechte Gewalt und die Risiken für den Wohlfahrtsstaat zu. Umgekehrt müsste im Zeichen einer Zuwanderungsdebatte, die sich primär um die - angebliche oder wirkliche - Mehrbelastung des Staatshaushalts durch "massenhafte Flüchtlingsströme" dreht, die hierzulande bestehende Verteilungsschieflage skandalisiert werden.

....


http://www.heise.de/tp/artikel/46/46472/1.html
Hier entsteht eine neue Signatur.
Benutzeravatar
Schlossallee
 
Beiträge: 54
Registriert: 07.2015
Geschlecht:

Re: Der Fachkräftemangel

Beitragvon etcpp » 27. Nov 2015 21:51

Natürlich sehen Unternehmer das so, die sind ja hauptberuflich ausschließlich für betriebswirtschaftliche Angelegenheiten und damit für die Profitmaximierung ihres eigenen Ladens zuständig:

http://www.focus.de/finanzen/news/arbei ... 14116.html

Sprachprobleme und Mindestlohn

Von wegen Wirtschaftsboom: Firmen sehen Flüchtlinge nur als Hilfsarbeiter

Beleben Flüchtlinge den Arbeitsmarkt oder sind die vor allem ein Fall für die Sozialsysteme? Eine neue Ifo-Umfrage zeigt: Deutsche Unternehmen geben Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt fast nur als Aushilfen ohne besondere Ausbildung eine Chance.

....

Als größte Hürde für die Beschäftigung von Flüchtlingen sehen 92 Prozent der Firmen laut Ifo mangelnde Sprachkenntnisse. 71 Prozent nannten das angeblich mangelnde Qualifikationsniveau der Asylbewerber, 59 Prozent arbeitsrechtliche Vorgaben und 32 Prozent den Mindestlohn als Problem. „Der Befund zum Mindestlohn ist nicht wirklich überraschend, denn die Frage der adäquaten Entlohnung stellt sich ja nur für jene Stellen, bei denen die sprachlichen, fachlichen oder bürokratischen Hürden überwindbar sind“, erklärte Felbermayr.

....


Wer das in dem Flüchtlingsstrom liegende Schadenspotential für die ganze Gesellschaft eingrenzen und mögliche Chancen auf nützliche Effekte der Zuwanderung entfalten will, muss in volkswirtschaftlichen Kategorien denken und handeln, notfalls gegen den Willen und Widerstand der Betriebswirte. Dazu bräuchte man aber Politiker, die sich nicht von den Lobbyvertretern der Betriebswirte beeinflussen (und gelegentlich bezahlen) lassen, sondern ausschließlich ihrer durch Eid bekräftigen Pflicht nachkommen, den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden von ihm zu wenden.

Dass Focus & Co. jetzt nur danach schielen, was die Herren Unternehmer mit den Flüchtlingen anzustellen gedenken (ob ausgebildet oder nicht), ist ein weiteres Indiz in einer unendlichen Reihe von Indizien dafür, dass die Hauptakteure politischen Klasse Deutschlands pflichtvergessen und die deutschen Wähler nach wie vor im Tiefschlaf sind.
Benutzeravatar
etcpp
Forum Admin
 
Beiträge: 53
Registriert: 06.2015
Geschlecht:

Re: Der Fachkräftemangel

Beitragvon etcpp » 5. Apr 2016 01:18

Eine Art von Wirtschaft, die den Menschen dient und sie nicht nur zu ihrem Betriebsstoff degradiert, werden wir wohl erst neu aufbauen können, wenn sich der heute vorherrschende "Unternehmer" - Typus zu seinem Geld nach Panama verpisst.

Bewerbungsmarathon

Trotz Fachkräftemangels finden gerade Ältere kaum Jobs

Wer meint, dass er wegen des angeblichen Fachkräftemangels schnell an einen neuen Job kommt, der irrt. Liegt das daran, dass es den "Fachkäftemangel" gar nicht gibt? Diesen Eindruck hat FOCUS-Online-Experte Udo Krüger, ein Arbeitswilliger im Alter von Mitte 50.

(...)


http://www.focus.de/finanzen/experten/t ... 90047.html
Benutzeravatar
etcpp
Forum Admin
 
Beiträge: 53
Registriert: 06.2015
Geschlecht:

Re: Der Fachkräftemangel

Beitragvon Schlossallee » 5. Jun 2016 05:41

Auf Artikel 5 & Bistro geschrieben:

icke hat geschrieben:Der Aktionärsberater ISS (Institutional Shareholder Services) rät den Aktionären der Deutschen Bank einen Sonderprüfer mit der Frage zu befassen, ob im Zusammenhang mit Untersuchungen von Behörden und Rechtsstreitigkeiten Schadenersatzansprüche gegen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates geltend gemacht werden können. Die Organisation unterstützt daher einen entsprechenden Ergänzungsantrag einer Aktionärin. Die britische Finanzaufsicht hatte ihre Strafe gegen die Deutsche Bank im Zuge des Zinsskandals wegen mangelnder Kooperation bei der Aufklärung erhöht, auch wegen des Verhaltens eines Aufsichtsratsmitglieds, wie auf der Bilanzpressekonferenz Ende Januar bestätigt worden war. Etwaige Ansprüche prüft die Bank dem Vernehmen nach auch intern.

https://www.boersen-zeitung.de/index.ph ... 2016085001


Schadenersatzansprüche gegen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates


Aktionäre sind Unternehmenseigentümer, Manager deren Angestellte. Wenn die Vorstände und Aufsichtsräte großer Unternehmen riskante und / oder rechtswidrige Geschäfte machen, entsprechen sie damit dem Wunsch der Eigentümer nach möglichst viel schnellem Geld - legal, illegal, sch....egal. Dafür heuern die Eigentümer sehr bewusst rücksichtslose Typen an und zahlen fette Gehälter für noch viel fettere Profite.

Wenn`s schief geht, sollen die Manager dann für die Verwirklichung der Risiken einstehen, die sie auf Wunsch und im Interesse der Eigentümer eingegangen sind. Das ist ungefähr so, als würde ein Narco Schadensersatz für beschlagnahmte Drogen von einem Straßendealer einklagen, der von der Polizei erwischt wurde.

Das werden interessante Gerichtsverfahren.
Hier entsteht eine neue Signatur.
Benutzeravatar
Schlossallee
 
Beiträge: 54
Registriert: 07.2015
Geschlecht:

Re: Der Fachkräftemangel

Beitragvon etcpp » 8. Okt 2016 01:13

Bild
Benutzeravatar
etcpp
Forum Admin
 
Beiträge: 53
Registriert: 06.2015
Geschlecht:


Zurück zu "Wir können auch anders"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron